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Austin-Healey 3000 MkIII BJ8, Baujahr 1967 - Projekt 2017 - 2019

Restaurationsbericht

  • Austin-Healey 3000

    Unser Auftrag: Totalrestauration

    The Pig, oder zu gut Deutsch, die Sau, wurden die grossen Healey im Volksmund genannt.

    Durch die Verwendung des schweren Sechzylinder-Motors, zuerst mit 2.6 und zum Schluss mit 3 Litern Hubraum, aus dem BMC Konzern, wurde der Healey etwas kopflastig und dadurch im Grenzbereich für den ungeübten Fahrer nicht gerade gutmütig. Aber - die viele tausend Käufer damals wie heute interessiert dies nicht - der Healey besticht durch seine betörende Eleganz!

    Dieses Exemplar stammt aus USA wo es vor dem Import in die Schweiz bereits mehrmals restauriert bzw. repariert worden war. Ob diese Reparaturen damals...mehr lesen "nichts" haben kosten dürfen, oder ob die Amis ganz einfach alles gegen Bezahlung verpfuscht haben, ist heute nicht mehr eruierbar.

    Bei uns ist das Fahrzeug 2017 in Teilen angekommen, nachdem sein Schweizer Besitzer bereits in den frühen 90er Jahren die Zerlegung vorgenommen hatte. Da aber das Auto vom Zustand her ein Horror war und seine Restaurierung deshalb extrem aufwändig, gab der Herr sein Vorhaben recht bald wieder auf.

    Nach eingehender Untersuchung stand bald fest, dass nur der totale Neuaufbau helfen kann. Da aber auch die Karosserie derart desolat war, mussten wir diese komplett neu aus Einzelteilen aufbauen.

    Vom ursprünglichen Blechkleid blieb nur die Spritzwand, ca. 3 Kotflügel und die Aluminium-Shroud am Heck erhalten. Den Motor und das Getriebe mitsamt Overdrive haben wir einer Totalrevision unterzogen und dabei den Motor gleich umgebaut für den Betrieb mit bleifreiem Benzin.

    Vorder- und Hinterachse wurde komplett revidiert und auch die Lenkung brauchte eine Grundüberholung.

    Die gesamte Elektrik und auch die Instrumente mussten revidiert, bzw. ersetzt werden. Gleiches gilt auch für die komplette Innenausstattung und das Verdeck.

    Über die Jahre gingen natürlich auch etlich Kleinteile verloren. So fehlte fast das komplette Armaturenbrett und auch die Mittelkonsole und viele Kleinteile. Durch unsere Kontakte in USA konnten wir diese Fehlteile aber allesamt durch restaurierbare Gebrauchtteile von Schlachtfahrzeugen ersetzen.

    Dieser Wagen wurde im 1967 mit der allseits beliebten Farbe "Healey Blue over White" ausgeliefert - ein Glück - war dies doch auch die bevorzugte Farbe des Besitzers!

    Beim Import, in den späten 80er Jahren, wurden die Identifikations-Nummern von Motor, Getriebe und Karosserie vertauscht. Dadurch lief das Auto hier in der Schweiz um 1992 noch mit seiner Karosserienummer in den Papieren anstatt der korrekten Fahrgestellnummer. Eine Recherche im Archiv von British Motor Heritage brachte aber anhand der Motornummer hervor, dass alles stimmt, ausser den Zulassungspapieren. Der Wagen hat sogar "matching numbers"! Dies bedeutet, dass Motor und Getriebe noch die Aggregate sind, welche im Werk bei der Produktion eingebaut worden sind.

    Seit 2019, selbstverständlich mit Veteranenzulassung, ist der Healey jetzt wieder strassentauglich und erfreut seinen Eigner bei jeder Fahrt aufs Neue. schliessen

  • Wir haben den Durchblick...

  • Türkasten wiederverwendet, Türblatt neu

  • Kotflügel vorne - reparieren ist einfacher als neue Reproteile anzupassen

  • Auch die Mechanik braucht ihre Aufmerksamkeit - nur schön aussehen ist nicht alles!

  • "Leider Nein"; heisst es für diese Teile

  • ...zwischenzeitlich bekommt der Healey seine Farbe

  • Finally - das fertig restaurierte Topstück!

  • ...und jetzt ab ans Steuer :-)

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